Arbeitsplatz richtig einrichten

Der Arbeitsplatz ist in gewisser Weise ein zweites Zuhause – dort verbringen wir 40 Stunden und mehr pro Woche. Doch fühlt man sich dort auch wohl, fördert das direkte Arbeitsumfeld, der Arbeitsplatz, ein Klima der Produktivität, der Effektivität und der Kreativität?

Oder schleichen sich Ermüdung und bekannte Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen ein? Stören unangenehme Geräusche die Konzentration und lässt falsches Licht die Augen ermüden? Wie effektiv wir am Arbeitsplatz agieren, ist nicht nur von der „Tagesform“ oder der Motivation abhängig, sondern auch stark vom Arbeitsplatz geprägt.

Der Arbeitsplatz – das Büro

Der klassische Arbeitsplatz ist das Büro. Dieses wird von mehreren Personen geteilt oder von einer Einzelperson belegt.

Welchen Anforderungen muss ein Arbeitsplatz gerecht werden?

Die Anforderungen an diesen Arbeitsplatz sind dennoch die gleichen: Keine störenden Lärmquellen, gutes, Augen schonendes Licht, ausreichend große Arbeitsfläche (Mindestvorgabe und Beinfreiheit, Sicherheit), ein optimales Raumklima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit), ergonomisch optimierte Schreibtische und Schreibtischstühle, klar strukturierte Ordnung von Akten und Dokumenten sowie produktive und angenehme Farbgebung (Büroausstattung, Interieur).

Wichtig: Gesetzliche Vorgaben erfüllen

Viele dieser Punkte sind gesetzlich vorgegeben und genormt, teils abhängig von den Vorgaben des Unternehmens. Darüber hinaus obliegt die unmittelbare Einteilung und Gestaltung des Arbeitsplatzes der betreffenden Arbeitskraft bedingt selbst. Die Tatsache, dass es auch klare Vorgaben für den Arbeitsplatz gibt, unterstreicht zudem dessen Wichtigkeit: Es gilt in erster Linie Gefahrenquellen und gesundheitsschädliche Belastungen zu vermeiden.

Vorteil: Besseres Arbeitsklima und Effizienz

Durch weitere Anpassungen kann das Arbeitsklima gefördert und die Effektivität am Arbeitsplatz gesteigert werden. Dies liegt nicht nur im Interesse eines Unternehmens, sondern letztendlich auch im Interesse eines jeden Arbeitnehmers.

Empfehlung: Pflanzen einsetzen
Empfehlung: Pflanzen einsetzen

Lärmquellen vermeiden – Lärmbelästigung minimieren

Die Lärmbelästigung am Arbeitsplatz kann unterschiedlich geprägt sein, führt aber zu ähnlichen, negativen Auswirkungen: Lärm erzeugt Stress und sorgt dafür, dass Arbeitsabläufe weniger produktiv ausgeführt werden können. Maßgeblich ist dabei nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Frequenz der Lärmquelle.

Welche Störgeräusche sollte man vermeiden?

In einem Büroraum sind vor allem die Geräusche der technischen Geräte störend, Computer, Drucker, Faxgeräte und Ähnliches, aber auch Telefonate und Gespräche der Mitarbeiter. Natürlich werden auch die Tastaturgeräusche als unangenehm wahrgenommen.

Wie hoch darf die Lärmbelastung maximal sein?

Die gesetzlichen Vorgaben sehen einen maximalen db Wert von 55 vor, vor allem für „geistige Arbeiten“, empfohlen werden aber Werte von 35 – 45 db für permanente Hintergrundgeräusche. Diese sollten auch zwingend eingehalten und eingefordert werden, da Lärm von 65 db zu Störungen des vegetativen Nervensystems führen kann und Dauerbeschallungen von 90 db Gehörschäden nach sich ziehen. Abhilfe leisten Raumgliederungssysteme mit Schalldämmung und Schallabsorption.

Welche Raumtemperatur sollte im Büro sein?

Das Raumklima ist ebenso ein wichtiger Faktor für die Produktivität. Empfohlen wird eine Raumtemperatur von 21 – 22 Grad, bei hohen Außentemperaturen sind auch etwas höhere Werte zulässig. Klar ist, hohe sowie niedrige Temperaturen führen zu Einschränkungen der Leistungsfähigkeit.

Welche Luftfeuchtigkeit sollte im Büro vorhanden sein?

Ein weiteres Kriterium bildet die Luftfeuchtigkeit, diese sollte Werte zwischen 30 und 65 % erreichen. Ab Werten von über 50 % wird zudem das Risiko von elektrostatischen Aufladungen minimiert, ein positiver Nebeneffekt. Auch für eine Frischluftzufuhr sollte gesorgt werden, da sich der Sauerstoffgehalt mit der Zeit verringert. Hier ist eine Frischluftzufuhr sehr wichtig, die in Kleinraumbüros auch durch Stoßlüftung herbeigeführt werden kann.

Wie können Farben sinnvoll eingesetzt werden?

Gerne unterschätzt wird die Bürogestaltung, vor allem der Farbenaspekt. Farben erzeugen Assoziationen und haben einen nicht zu vernachlässigenden psychologischen Aspekt. In größeren Büroräumen mit mehreren Mitarbeitern ist eine neutrale, nicht aufdringliche Farbgebung ratsam, motivierende Farbtupfer können Bilder oder Pflanzen darstellen.

Quelle: http://www.bauwelt.ch/farbpsychologie-1

Welche psychologischen Auswirkungen haben Farben?

Die Farbauswahl sollte durchaus eine Rolle spielen, hier kommt je nach Tätigkeit und Profession auch der psychologische Aspekt zum Tragen. Auf alle Fälle sollten aufdringliche, grelle Farben vermieden werden, da jeder Mensch auch Abneigungen gegen einzelne Farben und Farbtöne entwickelt.

Natürliche und künstliche Lichtquellen – Lichtschutzvorrichtungen

Wichtig: Die richtige Beleuchtung
Wichtig: Die richtige Beleuchtung

Schlechte Lichtverhältnisse schaden den Augen, lassen die Gehirntätigkeit ermüden und sorgen für schlechtere Leistungen. Ein wesentliches, wenn nicht das wichtigste Kriterium für einen perfekten Arbeitsplatz ist das Licht, die Lichtquelle.

Wie kann ich für natürliches Licht sorgen?

Viele Büroräume kommen größtenteils, an Sonnentagen, ohne künstliche Lichtquellen aus. Große, ausladende Fensterfronten sorgen für eine natürliche Lichtgebung. Diese ist allerdings nicht immer optimal, zudem besteht die Gefahr von Blendungen und Spiegelungen. Spiegelungen lassen sich etwa durch eine möglichst geringe Anzahl an glänzenden Oberflächen vermeiden.

Wichtig: Nicht zu viele Lichtquellen!

Die unerwünschten Effekte, Spiegelungen und Blendungen, resultieren meist aus einer zu hohen Leuchtdichte, aus zu vielen Lichtquellen. Dies können zu große Fensterflächen mit Direkteinstrahlung der Sonne sein oder falsch gewählte Leuchten. Ideal sind Rasterleuchten mit einer Beleuchtungsstärke um die 500 Lux.

Tipp: Storen und Jalousien richtig verwenden
Tipp: Storen und Jalousien richtig verwenden

Flexibel steuern – Lichtschutz einsetzen!

Ein weiteres, effektives Mittel, um vor allem die natürliche Umgebungshelligkeit einzugrenzen, ist ein Lichtschutzmittel. Vorrichtungen wie Jalousien oder Storen sind ideal, um auf veränderte Lichtverhältnisse und Einstrahlungswinkel von außen reagieren zu können. Diese verhindern die erwähnten Reflektionen und Blendungen und ermöglichen eine optimale Darstellung der Bildschirmzeichen.

Sichtschutz sinnvoll einsetzen

So lassen sich auch Schattenbildungen am Computerbildschirm verhindern, auch ein Sichtschutz von außen wird gewährleistet, ohne jedoch umgekehrt den Blick aus dem Büro nach draußen zu unterbinden.

Quelle:Storenonline.ch

Welche Vorrichtung verwendet werden sollte, ist von der Position des Arbeitsplatzes und der Fenster abhängig, von der Sonneneinstrahlung und Richtung. Unter StorenOnline.ch werden unterschiedlichste Lichtschutzvorrichtungen vorgestellt, für jeden Bedarf ist eine Lösung gegeben.

Ordnung, Struktur und ab und an Routine

Viele Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe gehen im Chaos unter, von Effektivität kann keine Rede sein.

Wichtig: Gemeinsame Pause
Wichtig: Gemeinsame Pause

All die bisher angeführten Punkte, die ein produktives und angenehmes Arbeitsklima begünstigen, sind wert- und sinnlos, wenn der Arbeitnehmer selbst wenig bis gar nicht strukturiert arbeitet. Neben unnötiger Verzögerungen erzeugen diese Situationen naturgemäß Stress und Frustration; das Gefühl, dass „nichts weitergeht“, ist lähmend und schädlich.

Effektive Arbeit – Vorteil auch für Mitarbeiter

Effektivität und Produktivität werden gerne als vorteilhaft für ein Unternehmen dargestellt, auf Kosten der Arbeitskräfte. Das stimmt bedingt, sofern die Arbeitnehmer und Angestellten nicht adäquat entlohnt werden. Grundsätzlich ist effektive Arbeit aber auch für den Arbeiter von Vorteil: psychologisch, gesundheitlich, finanziell.

Wie können Mitarbeiter produktiver arbeiten?

Strukturierte Tagesabläufe, gut organisierte Arbeitsplätze und Bereiche sowie teilweise automatisierte Arbeitsvorgänge begünstigen produktive Arbeitszeiten. Die Gefahr der Monotonie ist gegeben, diese schleicht sich aber auch in chaotische Arbeitsplätze ein. Vor allem an Tagen, die höchste Konzentration erfordern, wichtige Aufgabenstellungen mit sich bringen, ist Routine von Vorteil. Diese kann gezielt unterbrochen werden, durch kurze Bewegungsphasen, Gespräche mit Kollegen, durch kurze Pausen.

Wichtig: Pausen nicht unterschätzen

Generell gilt: Neben strukturierten Arbeitsplätzen und Abläufen sind kurze Pausen unerlässlich. Diese sollten für Gespräche und vor allem für Bewegung genutzt werden, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Einige Aufgaben lassen sich auch im Stehen erledigen, der Körper dankt es vielfach. Positives Denken und ab und an „nein“ sagen, vermeidet unnötigen Stress. Wichtige Aufgaben sollten sofort erledigt und nicht aufgeschoben werden.

Wichtig: Persönliche Vorteile nutzen

Viele dieser Tipps sind bekannt, es scheitert an der Umsetzung. Hier lohnt sich ein Blick auf die persönlichen Vorteile, welche konzentrierte und effektive Arbeitsprozesse unweigerlich mit sich bringen. Diese sollten als Motivationsschub für Veränderungen ausreichen können.